Der MII-Kerndatensatz ist in Module unterteilt und besteht aus Basis- und Erweiterungsmodulen. Die Erweiterungsmodule bilden Daten spezifischer Anwendungs- bzw. Fachgebiete ab und können je nach Forschungsfragestellung in Datenabfragen einbezogen werden.

Modul Biobank – Bioprobendaten

Das Modul Biobank – Bioprobendaten beschreibt sowohl übergeordnete Sammlungen/Biobanken als auch individuelle Proben inklusive Informationen zu deren Gewinnung, Beschaffenheit, Verarbeitung und Lagerung. Bioproben werden sowohl in klinischen als auch in populationsbezogenen Biobanken gesammelt, aufbereitet und gelagert, um hochwertige Proben für wissenschaftliche Projekte zur Verfügung stellen zu können. Sowohl die unterschiedlichen Sammlungen in einer Biobank als auch die individuellen Proben müssen für das bessere Auffinden von Proben und deren sinnvolle Verwendung strukturiert beschrieben werden. Probenspezifische Daten sollten Angaben zu Probentyp, Menge, Gewinnung, präanalytischer Verarbeitung und Lagerung enthalten. Klinische Daten zur Probe werden ausdrücklich nicht von diesem Modul abgedeckt, sondern sollen über die für die jeweilige Datenart vorgesehenen Module bereitgestellt werden.

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Modul Consent

Grundlage für die Bereitstellung von Patientendaten in der MII für sekundäre Datennutzung ist ein einheitlicher Broad Consent. Dieser wurde durch die MII AG Consent ausgearbeitet und mit den verantwortlichen Datenschützern abgestimmt. Die vorliegenden generischen Spezifikationen erlauben eine einheitliche Abbildung von Einwilligungsinformationen auf Basis unterschiedlicher Einwilligungsvorlagen. So lassen sich auch Einwilligungsinformationen unter Nutzung des Broad Consent der MII über diese generischen FHIR-Profile abbilden und abfragen. MII-spezifische Profile werden aktuell durch die TF Consent-Umsetzung erarbeitet, die nach ihrer Freigabe an dieser Stelle veröffentlicht werden.

Zu den generischen FHIR-Profilen

Modul Intensivmedizin | PDMS-Daten und hochauflösende Biosignaldaten

Das Erweiterungsmodul Intensivmedizin spezifiziert akutmedizinische Daten für die Primär- und Sekundärnutzung. Die Besonderheit dieser Daten liegt nicht nur in der Schwere der Erkrankung der Patientinnen und Patienten, sondern auch in der feingranularen Datenerfassung in speziellen Dokumentationssystemen sowie der vergleichsweise hohen Dichte an voll- und teilstrukturierten Daten. Des Weiteren haben intensivmedizinische Daten eine große Bedeutung im Rahmen des lokalen und nationalen Pandemiemanagements sowie der pandemiebezogenen Forschung.

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