Der Use Case "Aligning Biobanking and DIC Efficiently" (ABIDE_MI) ist ein Verbundvorhaben, an dem ein Großteil der deutschen Universitätsklinika der vier Konsortien der Medizininformatik-Initiative (MII) beteiligt ist. Ziel des im Mai 2021 gestarteten Projekts ist es, dass die Datenintegrationszentren (DIZ) der MII Patientendaten aus der Routineversorgung mit Daten zu Bioproben verknüpfen und für die Forschung nutzbar machen können. Insbesondere sollen Forschende Machbarkeitsabfragen über das zukünftige Deutsche Forschungsdatenportal für Gesundheit der MII stellen können.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem die Errungenschaften und Erfahrungen der MII, des German Biobank Node (GBN) und der Biobanken der German Biobank Alliance (GBA) in einer nachhaltigen Gesundheits-IT-Infrastruktur verbunden werden: dem Deutschen Forschungsdatenportal für Gesundheit der MII.

Das Projekt wird die zukünftige enge Zusammenarbeit zwischen Biobanken und DIZ an 24 Standorten der deutschen Universitätsmedizin sowohl auf technischer als auch auf regulatorischer Ebene ermöglichen.

Dies basiert auf

  1. der Entwicklung von Methoden, die es den DIZ der MII ermöglichen, Patientendaten mit ausgewählten Informationen über assoziierte Bioproben zu verknüpfen, welche im Kontext der Patienten­versorgung (d. h. ohne klinische Studien, Forschungskonsortien und Kohorten) von Universitätskliniken gesammelt wurden und in den zugehörigen Biobanken vorhanden sind.
  2. der Etablierung eines zentralen FHIR-basierten, MII-weiten (Machbarkeits-) Abfrage- und Analysetools des Deutschen Forschungsdatenportals für Gesundheit. Dieses soll

    > die Identifizierung von Patientengruppen mit entsprechenden Bioproben, die für ein bestimmtes Forschungsprojekt geeignet sind, und
    > verteilte Datenanalysen
    über alle teilnehmenden Universitätskliniken hinweg unterstützen.

  3. der Entwicklung von Softwarewerkzeugen und deren einfacher Verbreitung über Software-Container auch an neu hinzukommende MII-Standorte, so dass zukünftig eine schnelle und einfache Erweiterung des Netzwerks möglich ist.
  4. dem Aufbau einer skalierbaren Infrastruktur, die eine nahtlose Verbindung der MII-DIZ mit dem europäischen BBMRI-ERIC Common Service IT-Portal zur Verwaltung von Bioproben aus dem Gesundheitswesen ermöglicht.

Beteiligte Universitätsklinika und Forschungseinrichtungen

DIFUTURE

  • Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Universitätsklinikum Augsburg
  • Universitätsklinikum Regensburg
  • Universität des Saarlandes
  • Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Universität Ulm

HiGHmed

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Georg-August Universität Göttingen

MIRACUM

  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Technische Universität Dresden
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Universitätsmedizin Mannheim)

SMITH

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Universität Leipzig
  • Universitätsklinikum Aachen
  • Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, endvertreten durch das Universitätsklinikum Bonn
  • Universitätsklinikum Jena
  • Universitätsklinikum Leipzig

MII-Koordinationsstelle

  • TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.

Kontakt

Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch

Projektleitung ABIDE_MI

Prof. Dr. Michael Hummel

Projektleitung ABIDE_MI

Lehrstuhl für Medizinische Informatik

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Wetterkreuz 15

91058 Erlangen

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Institut für Pathologie - Molekulare Diagnostik

Charitéplatz 1

10117 Berlin

hans-ulrich.prokosch@fau.de

michael.hummel@charite.de