Donnerstag, 11. April 2019, 13:15-14:45 Uhr, Messe Berlin

Berlin, 05.04.2019. Die Vernetzung von Routinedaten der Versorgung und medizinischer Spitzenforschung birgt großes Potential: für eine bessere medizinische Behandlung, aber auch für eine Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Deutschland. Mit der Medizininformatik-Initiative (MII) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zunächst bis zum Jahr 2021 mit über 150 Millionen Euro die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen.

In der Initiative haben sich 33 Universitätskliniken bundesweit zusammengeschlossen, um digitale Infrastrukturen aufzubauen, die eine Datennutzung über die Grenzen von Einrichtungen und Standorten hinweg ermöglichen. Medizinerinnen und Mediziner, Informatikerinnen und Informatiker sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterer Fachrichtungen arbeiten hier zusammen, um die während eines Klinikaufenthalts entstehenden Patientendaten digital zu vernetzen – für bessere Forschungsmöglichkeiten und gezieltere Therapien. Die Medizininformatik-Initiative ist damit ein zentraler Baustein der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens.

Am 11. April stellen das BMBF, die vier geförderten Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH sowie die Koordinationsstelle der MII bei der DMEA auf der Messe Berlin erste Ergebnisse des Projekts vor und geben einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Die Session wird von der Koordinationsstelle der MII organisiert und durchgeführt, die die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) betreibt.

Referenten:

  • Staatssekretär Christian Luft, Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Dr. Danny Ammon, Leiter des Datenintegrationszentrums, Universitätsklinikum Jena (SMITH)
  • Martin Peuker, Chief Information Officer, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berliner Institut für Gesundheitsforschung (HiGHmed)
  • PD Dr. Fabian Prasser, Technischer Koordinator DIFUTURE, Technische Universität München (DIFUTURE)
  • Prof. Dr. Martin Sedlmayr, Lehrstuhl für Medizinische Informatik, Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Medizinische Informatik und Biometrie (MIRACUM)
  • Sebastian C. Semler, Geschäftsführer der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (Koordinationsstelle)

Veranstaltungsinfos auf einen Blick:

Ansprechpartner Medien:

Sophie Haderer, Stefan Rabe, Tel.: 030 − 22 00 24 730, E-Mail: presse@medizininformatik-initiative.de

Hintergrund:

Ziel der Medizininformatik-Initiative (MII) ist die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die MII bis 2021 mit über 150 Millionen Euro. In den vier Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH arbeiten nahezu alle Einrichtungen der Universitätsmedizin in Deutschland an über 30 Standorten gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Krankenkassen sowie Patientenvertreterinnen und -vertretern daran, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, damit Erkenntnisse aus der Forschung direkt die Patientinnen und Patienten erreichen können. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei höchste Priorität.

Für die nationale Abstimmung der Entwicklungen innerhalb der MII ist eine Koordinationsstelle zuständig, die die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) in Berlin betreibt.