LeMeDaRT ist einer der sieben Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit, die gemeinsam mit dem Koordinierungsprojekt der TMF die DigiHub-Initiative bilden. Ziel dieser Initiative ist die verstärkte regionale Vernetzung entlang des Patientenpfades, um eine nahtlose und patientenzentrierte Versorgung zu ermöglichen. Auf diesem Patientenpfad können Daten von Patient:innen von der Prähabilitation über die stationäre Behandlung in einem Krankenhaus und der anschließenden Rehabilitation bis zur Nachsorge übergreifend sicher vernetzt werden.

Digitaler FortschrittsHub LeMeDaRT

Über das Projekt

Am 1. Januar 2026 startete das auf vier Jahre ausgelegte und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Forschungsprojekt LeMeDaRT (Lean Medical Data: the right data at the right time – Von Stadt, Land, Datenfluss zu intelligenten medizinischen Daten) unter der Leitung der Universitätsmedizin Mannheim der Universität Heidelberg in die zweite Förderphase.

Der digitale FortschrittsHub LeMeDaRT entwickelt die Ergebnisse der ersten Förderphase gezielt weiter und richtet sie auf den Fokus intelligenter, medizinischer Daten aus (Intelligent Medical Data, kurz InMeD). Im Mittelpunkt steht der longitudinale Patientenpfad, der sektorenübergreifend gedacht und digital abgebildet wird: von der Versorgung vor der Behandlung in haus- und fachärztlichen Strukturen über die interdisziplinäre Behandlung im Krankenhaus bis hin zur poststationären Phase einschließlich Rehabilitation und Hospital-at-Home-Konzepten.

LeMeDaRT verbindet Digitalisierung, datenbasierte Entscheidungsunterstützung und neue Versorgungsstrukturen zu einem integrierten Ansatz für die Behandlung – insbesondere von Hochrisikopatient:innen im universitären Umfeld. Dabei geht es ausdrücklich nicht um die isolierte Übernahme digitaler Tools oder klassische Forschungsprojekte, sondern um einen im Forschungskontext begleiteten Real-World-Ansatz, der digitale Lösungen direkt in klinische Routinen und bestehende Versorgungsstrukturen integriert und deren Nutzen messbar macht. Ziel ist es, klinisch relevante Daten entlang des gesamten Patientenpfads nutzbar zu machen und so eine nachhaltige, zukunftsorientierte Versorgung zu ermöglichen. Des Weiteren sollen übertragbare Anbindungskonzepte für den Reach-out entwickelt werden.

Projektziele im Überblick 

  • Von der Prähabilitation zu intelligenten medizinischen Daten (InMeD): Weiterentwicklung des Prähabilitationskonzepts für Hochrisikopatient:innen sowie dessen Implementierung in sektorübergreifende, regionale Versorgungspfade
  • Personalisierung der Behandlung von Patient:innen zur Optimierung der prä-operativen Vorbereitung, der individuellen intra-operativen Behandlung und der post-operativen Genesung
  • Integration digitaler Lösungen in klinische Routinen und Versorgungsstrukturen
  • Bedarfsanalysen, Prozessevaluation, Konsensstudien und empirische Optimierung bei komplexen Interventionen
  • Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen unter Berücksichtigung von Diversitätsaspekten, um optimale Ergebnisse für Patient:innen, Angehörige der Gesundheitsberufe und Forschende erzielen zu können
  • Nutzbarmachung klinisch relevanter Daten entlang des gesamten Patientenpfads

Kooperationspartner

Reach-out

  • RoMed Klinik Prien am Chiemsee (Prof. Dr. Florian Herrle)
  • Forschungspraxennetz Baden-Württemberg (FoPraNet-BW) (Prof. Dr. med. Stefanie Joos, Prof. Dr. Christian Thies)

Entwicklung und Forschung

  • Universität Barcelona und Firma Health Circuit, Barcelona (Prof. Dr. Isaac Cano)
  • Safe Brain Initiative (Dr. Finn M. Radtke, MD)

Patientenvertretung

  • yeswecan!cer gGmbH, eine patientenvertretende, gemeinnützige Organisation

Kontakt

PI-Gesamtprojektleitung

Prof. Dr. Falko Sniehotta

Leiter der Abteilung für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin
Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD)
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

Sekretariat
Ute Heckmann
Tel.: 0621 383-71826
E-Mail: ute.heckmann@medma.uni-heidelberg.de 

Prof. Dr. Falko Sniehotta
© UMM /FGV Zentrum

Stellvertretende Projektleitung (Co-PI)

Prof. Dr. Martin Lablans

Leiter der Abteilung Komplexe Datenverarbeitung in der medizinischen Informatik
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

Persönliche Assistenz
Claudia Funke
Tel.: 06221 42-5100
E-Mail: cmi@medma.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Martin Lablans
© DKFZ / Jung

Stellvertretende Projektleitung (Co-PI)

Prof. Dr. Christoph Reißfelder

Direktor der Chirurgischen Klinik
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

Direktionsassistenz
Yvonne Leger
Tel.: 0621 383-2225
E-Mail: yvonne.leger@umm.de

Prof. Dr. Christoph Reißfelder
© UMM /FGV Zentrum

Weitere Informationen

Mehr über den DigiHub LeMeDaRT

 

Kontext: Die Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit

LeMeDaRT ist einer von mehreren Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit der Medizininformatik-Initiative (MII), welche das Ziel haben, modellhafte Lösungen für den Transfer digitaler Innovationen in die regionale Versorgung zu entwickeln und in der Praxis zu optimieren. Die DigiHubs werden, genau wie die MII, vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Logo Digitale FortschrittsHubs Gesundheit

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