Die Arbeitsgruppe Data Sharing entwickelt rechtlich abgesicherte Rahmenbedingungen für den Datenzugang und die Datennutzung im Rahmen der Medizininformatik-Initiative.

Ziele und Aufgaben

Ein zentrales Ziel der Medizininformatik-Initiative ist es, einheitliche Rahmenbedingung für einen bundesweit einheitlichen Datenzugang und Datenaustausch zu schaffen. Zur Umsetzung dieses Ziels, befasst sich die Arbeitsgruppe Data Sharing mit der Entwicklung von rechtlich abgesicherten Rahmenbedingungen für den Datenzugang und die Datennutzung. Daneben sollen einheitliche Auditkriterien entwickelt werden, die am Ende der Aufbauphase als Nachweis für einen funktionierenden Datenaustausch dienen sollen.

Aktivitäten

Die Arbeitsgruppe Data Sharing hat in der Konzeptphase anhand bestehender Use and Access Policies mögliche Kriterien einer einheitlichen Zugangs- und Nutzungsordnung gesammelt. Auf dieser Grundlage wurden Eckpunkte erarbeitet, die die wesentlichen Abläufe und Strukturen beschreiben. Im Hinblick auf die Entwicklung von Auditkriterien wurden verschiedene Optionen diskutiert, wie eine Überprüfbarkeit des Datenaustausches sichergestellt werden kann.

Ergebnisse

Als Ergebnis des Konsolidierungsprozesses ist ein Eckpunktepapier zu einer einheitlichen Nutzungsordnung entstanden. Dort werden, neben den Grundzügen des Antragsverfahren und der Datennutzung, auch die maßgeblichen Strukturen und Prozesse definiert. In Bezug auf die Entwicklung einheitlicher Auditkriterien haben sich die Konsortien darauf geeinigt, dass eine Überprüfung anhand eines konsortieninternen Audits erfolgen soll. Jedes Konsortium definiert einen Katalog für einen Use-Case, der den Mehrwert für Forschung und Versorgung belegen soll. Daneben sollen die Strukturen, Prozesse und Ergebnisse im Rahmen eines Systemaudits abgeprüft werden. Zusätzlich wurde vereinbart, dass auch eine konsortienübergreifende Abfrage über einen Kerndatensatz gewährleistet sein soll.

Sprecher der Arbeitsgruppe:

Prof. Dr. Markus Löffler (Universität Leipzig)
Prof. Dr. Ulrich Mansmann (Ludwig-Maximilians-Universität München)