Konsortium SMITH: Smart Medical Information Technology for Healthcare
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Die drei universitätsmedizinischen Standorte Leipzig, Jena und Aachen verbinden in ihrem Konzept medizininformatische, klinische, systemmedizinische, computerlinguistische und epidemiologische Kompetenzen. In enger Kooperation mit externen Partnern wird eine Architektur für die interoperable Nutzung von Daten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten aufgebaut. Dies ermöglicht über einen Marketplace die Nutzung der Ergebnisse durch  Vernetzungspartner.

Das Konsortium SMITH wird in der Aufbau- und Vernetzungsphase, die im Januar 2018 startet, vom BMBF gefördert.

Aufbau- und Vernetzungsphase

Datenintegrationszentren

An allen drei Standorten sollen miteinander kooperierende Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut werden. Diese haben u. a. die Aufgabe, als Daten-Broker und Treuhandstelle die Herausgabe von Daten vorzubereiten und zu organisieren. Dazu sollen die DIZ integrative Datenbanken mit Metadatenverzeichnissen führen.

Die Einrichtung der drei DIZ erfolgt in identischer Funktionalität. Alle drei DIZ sind in die Universitätskliniken mit Zugang zu den örtlichen elektronischen medizinischen Patientendaten eingebettet (EMR). Damit können Datenanalysen direkt mit der gesetzlichen Patientenversorgung verbunden werden.

Use Cases

Phenotype pipeline (PheP)

In einem methodischen UC wird eine Plattform zur Phänotypisierung entwickelt, um für ausgewählte Indikations- und Themenbereiche aus den elektronischen Gesundheitsdaten unter Verwendung innovativer datenanalytischer Methoden medizinische Daten zu erschließen und so für die Erforschung und Verbesserung von Versorgungsabläufen nutzbar zu machen.

ASIC

Im klinischen UC „ASIC“ soll auf Intensivstationen mittels kontinuierlicher Auswertungen der Patientendaten-Management-Systeme eine algorithmisch basierte Überwachung des Zustandes der kritisch kranken Patienten erfolgen und damit die Voraussetzung für ein schnelleres therapeutisches Eingreifen ermöglicht werden.

HELP

Im UC "HELP"  geht es um den zielgerichteten leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika zur frühzeitigen zielgerichteten Bekämpfung bakterieller Infektionen. Ziel ist die IT Unterstützung der Infektiologie auf Normal- und Intensivstationen.

Datennutzungskonzept

Die Datennutzung erfolgt lokal über die Datenintegrationszentren, die den Zugang zu den Krankenhausinformationssystemen und damit zur Nutzung der Patientendaten haben. Die Patientendaten werden im Krankenhaus individuell analysiert und kommentiert. Zu diesen Daten haben nur autorisierte Mitarbeiter der Datenintegrationszentren über das lokale operative HIS-System Zugang.

Die Erforschung der Patientendaten (mit lokalen Änderungen und Anmerkungen etc.) ist nur möglich, wenn die Zustimmung des Patienten vorliegt. Der Patient hat die Möglichkeit einer mehrstufigen Zustimmung zur Nutzung seiner Daten. Die Datenintegrationszentren werden in dieser Hinsicht als Treuhänder-Zentrum tätig.

Maßnahmen zur Stärkung der Medizininformatik

  • Konzeption von aufeinander abgestimmten, gemeinsamen Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodulen
  • Angebote für Curricula im Bereich „Master of Science“ (MSc) Medizininformatik und im postgradualen Bereich
  • Einrichtung einer Professur für Medizinische Informatik an der Universität RWTH Aachen
  • Einrichtung einer Professur für Medizinische Informatik am Universitätsklinikum Jena
  • Einrichtung einer Professur für Medical Data Science an der Universität Leipzig
Konsortialführer
Leiter
Prof. Dr. Markus Löffler
Telefon
+49 341 9716 100
Konsortialpartner
Leiter
Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig
Telefon
+49 341 9715 900
Leiter
Prof. Dr. Gernot Marx
Telefon
+49 241 8080 444
Leiter
Dr. Andre Stollenwerk
Telefon
+49 241 8021 166
Leiter
Prof. Dr. André Scherag
Telefon
+49 364 1939 6692
Leiter
Prof. Dr. Udo Hahn
Telefon
+49 364 1944 320
Leiter
Dr. Werner Eberhardt
Leiter
Dr. Philipp Daumke
Leiter
Dr. Sven Meister
Leiter
Prof. Dr.-Ing. Morris Riedel
Leiter
Dr. Jörg Lippert / Dr. Dirk Garmann
Leiter
Dr. Daniel Diekmann
Leiter
Dr. Pierre-Michael Meier
Vernetzungspartner
Leiter
PD Dr. Thomas Klöss
Konzeptphase

Das SMITH-Konsortium  wurde in der Konzeptphase von einem Lenkungsausschuss gesteuert, zu dem u.a. drei wissenschaftliche Koordinatoren Prof. Dr. Markus Löffler, Prof. Dr. André Scherag und Prof. Dr. Gernot Marx sowie drei CIOs Stephan Smers, Andreas Henkel und Volker Lowitsch gehören.

Der bisherige Konzeptentwurf sieht vor, dass an allen drei Standorten miteinander kooperierende Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut werden sollen. Diese haben u. a. die Aufgabe als Daten-Broker und Treuhandstelle die Herausgabe von Daten vorzubereiten und zu organisieren. Dazu sollen die DIZ integrative Datenbanken mit Metadatenverzeichnis führen. 

Es wurde zudem ein Konzept für eine Methodenplattform für die Phänotypisierung ausgearbeitet, deren Aufgabe darin besteht, für ausgewählte Indikations- und Themenbereiche aus den "Health Record Daten" einen neuen Datensatz von Patienten für spezifische Phänotypen aufzubauen, der z. B. für klinisch-epidemiologische und gesundheitsökonomische Fragestellungen nutzbar ist (Schwerpunkt der Arbeiten in Leipzig). 

Darüber hinaus erfolgte die Konzeptentwicklung für verschiedene Use Cases.

An den drei Standorten wurde außerdem ein gemeinsames Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodul konzipiert, das ähnliche und modulare Curricula im Bereich „Master of Science“ (MSc) Medizininformatik und im postgradualen Bereich anbietet.

Konsortialführer
Leiter
Prof. Dr. Markus Löffler
Telefon
+49 341 9716 100
FKZ
01ZZ1609A
Betrag
120.794 EUR
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017
Konsortialpartner
Leiter
Prof. Dr. Gernot Marx
Telefon
+49 024 1808 0444
FKZ
01ZZ1609B
Betrag
95.806 EUR
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017
Leiter
Prof. Dr. André Scherag
Telefon
+49 364 1939 6692
FKZ
01ZZ1609C
Betrag
142.140 EUR
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017