Konsortium SMITH: Smart Medical Information Technology for Healthcare
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Für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten entwickelt das SMITH Konsortium – Smart Medical Information Technology for Healthcare - innovative IT-Lösungen. Hierfür bündeln die neun universitätsmedizinischen Standorte von SMITH medizininformatische, klinische, systemmedizinische, computerlinguistische und epidemiologische Kompetenzen. In enger Kooperation mit zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen und vier Industriepartnern wird eine Architektur für die interoperable Nutzung von Daten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten aufgebaut. Dies ermöglicht über einen Marketplace die Nutzung der Ergebnisse durch  Vernetzungspartner.

Das Konsortium SMITH wird in der Aufbau- und Vernetzungsphase seit Januar 2018 vom BMBF gefördert.

Aufbau- und Vernetzungsphase

Datenintegrationszentren

An sieben der neun beteiligten Universitätskliniken werden miteinander kooperierende Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut. Die Zentren ermöglichen eine institutionen- und standortübergreifende Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung. Sie haben u. a. die Aufgabe, als Daten-Broker und Treuhandstelle die Herausgabe von Daten vorzubereiten und zu organisieren. Dazu sollen die DIZ integrative Datenbanken mit Metadatenverzeichnissen führen.

Die Einrichtung der sieben Datenintegrationszentren erfolgt in identischer Funktionalität. Alle Zentren sind in die Universitätskliniken mit Zugang zu den örtlichen elektronischen medizinischen Patientendaten eingebettet (EMR). Damit können Datenanalysen direkt mit der gesetzlichen Patientenversorgung verbunden werden.

Use Cases

SMITH will den Mehrwert dieser Datennutzung an einem methodischen und zwei klinischen Anwendungsfällen demonstrieren:

Methodischer Anwendungsfall: Phenotype pipeline (PheP)

In einem methodischen Use Case entwickelt das Konsortium innovative datenanalytische Methoden und Werkzeuge, die aus elektronischen Patientenakten automatisiert medizinische Informationen gewinnen.

Hierfür wird eine Phänotypisierungs-Pipeline aufgebaut, um für ausgewählte Indikations- und Themenbereiche unter Verwendung innovativer datenanalytischer Methoden medizinische Daten zu erschließen. Diese Informationen können helfen, Versorgungsabläufe zu erforschen und zu verbessern.

An zwei klinischen Anwendungsfällen will SMITH die Vorgehensweise belegen.

Klinische Anwendungsfälle:

ASIC (Algorithmische Surveillance)

Der klinische Use Case „ASIC“ verfolgt das Ziel auf Intensivstationen Patienten-Management-Systeme kontinuierlich auszuwerten, um den Zustand der Patientinnen und Patienten automatisiert zu überwachen, was ein schnelleres therapeutisches Eingreifen ermöglicht. Damit wird die Voraussetzung für eine frühe Alarmierung geschaffen, die ein schnelles diagnostisches und therapeutisches Eingreifen ermöglicht.

HELP (Antibiotic Stewardship)

„HELP“ fokussiert den zielgerichteten leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika zur frühzeitigen zielgerichteten Bekämpfung bakterieller Infektionen. Ziel ist die IT-Unterstützung der Infektiologie auf Normal- und Intensivstationen. Dies soll die frühzeitige und gezielte Bekämpfung bakterieller Infektionen verbessern und das Auftreten von Antibiotikaresistenzen reduzieren.

Datennutzungskonzept

Die Datennutzung erfolgt lokal über die Datenintegrationszentren, die den Zugang zu den Krankenhausinformationssystemen und damit zur Nutzung der Patientendaten haben. Die Patientendaten werden im Krankenhaus individuell analysiert und kommentiert. Zu diesen Daten haben nur autorisierte Mitarbeiter der Datenintegrationszentren über das lokale operative HIS-System Zugang.

Die Erforschung der Patientendaten ist nur möglich, wenn die Zustimmung des Patienten vorliegt. Die Datenintegrationszentren werden in dieser Hinsicht als Treuhänder-Zentrum tätig.

Maßnahmen zur Stärkung der Medizininformatik

  • Konzeption von aufeinander abgestimmten, gemeinsamen Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodulen
  • Angebote für Curricula im Bereich „Master of Science“ (MSc) Medizininformatik und im postgradualen Bereich
  • Einrichtung einer Professur für Medizinische Informatik an der Universität RWTH Aachen
  • Einrichtung einer Professur für Medizinische Informatik am Universitätsklinikum Jena
  • Einrichtung einer Professur für Medical Data Science an der Universität Leipzig
  • weitere Professuren werden an den Standorten Bonn, Essen, Halle und Hamburg eingerichtet
Konsortialführer
Leiter
Prof. Dr. Markus Löffler
Telefon
+49 341 9716 100
Laufzeit
2018 - 2021
Konsortialpartner
Leiter
Dr. Thomas Wendt
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. Gernot Marx
Telefon
+49 241 8080 444
Leiter
Dr. Andre Stollenwerk
Telefon
+49 241 8021 166
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. André Scherag
Telefon
+49 364 1939 6692
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. Udo Hahn
Telefon
+49 364 1944 320
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus
Laufzeit
2018 - 2019
Leiter
Dr. Anke Diehl
Laufzeit
2018 - 2019
Leiter
Prof. Dr. Matthias Schmid
Laufzeit
2018 - 2019
Leiter
Dr. Philipp Daumke
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Dr. Sven Meister
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. Ing. Morris Riedel
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Dr. Jörg Lippert
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Dr. Daniel Diekmann
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Andreas Kumbroch
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Prof. Dr. Thomas Moesta
Telefon
+49 345 557 4480
Laufzeit
2018 - 2021
Vernetzungspartner
Leiter
Thomas Dehne
Laufzeit
2018 - 2021
Leiter
Dr. Eva Fiebig
Telefon
+49 211 81-04611
Laufzeit
2019-2021
Konzeptphase

Das SMITH-Konsortium  wurde in der Konzeptphase von einem Lenkungsausschuss gesteuert, zu dem u.a. drei wissenschaftliche Koordinatoren Prof. Dr. Markus Löffler, Prof. Dr. André Scherag und Prof. Dr. Gernot Marx sowie drei CIOs Stephan Smers, Andreas Henkel und Volker Lowitsch gehören.

Der bisherige Konzeptentwurf sieht vor, dass an allen drei Standorten miteinander kooperierende Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut werden sollen. Diese haben u. a. die Aufgabe als Daten-Broker und Treuhandstelle die Herausgabe von Daten vorzubereiten und zu organisieren. Dazu sollen die DIZ integrative Datenbanken mit Metadatenverzeichnis führen. 

Es wurde zudem ein Konzept für eine Methodenplattform für die Phänotypisierung ausgearbeitet, deren Aufgabe darin besteht, für ausgewählte Indikations- und Themenbereiche aus den "Health Record Daten" einen neuen Datensatz von Patienten für spezifische Phänotypen aufzubauen, der z. B. für klinisch-epidemiologische und gesundheitsökonomische Fragestellungen nutzbar ist (Schwerpunkt der Arbeiten in Leipzig). 

Darüber hinaus erfolgte die Konzeptentwicklung für verschiedene Use Cases.

An den drei Standorten wurde außerdem ein gemeinsames Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodul konzipiert, das ähnliche und modulare Curricula im Bereich „Master of Science“ (MSc) Medizininformatik und im postgradualen Bereich anbietet.

Konsortialführer
Leiter
Prof. Dr. Markus Löffler
Telefon
+49 341 9716 100
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017
Konsortialpartner
Leiter
Prof. Dr. Gernot Marx
Telefon
+49 024 1808 0444
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017
Leiter
Prof. Dr. André Scherag
Telefon
+49 364 1939 6692
Laufzeit
01.08.2016 - 30.04.2017