Erlangen, 24.07.2026. In Kooperation zwischen dem Erlanger Datenintegrationszentrum (DIZ) und der Kinderherzchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen haben Forschende das Potenzial zur Nutzung klinischer Routinedaten zur Qualitätssicherung in der Kinderherzchirurgie analysiert. Die Ergebnisse wurden in einer im Juni 2026 erschienenen Publikation veröffentlicht.
In die retrospektive, monozentrische Analyse wurden 1.700 Patientinnen und Patienten unter 18 Jahren eingeschlossen, die zwischen 2011 und 2020 am Erlanger Herzzentrum operativ behandelt wurden.
Im Rahmen der statistischen Auswertung konnten mehrere Faktoren identifiziert werden, die mit einer erhöhten Mortalität assoziiert waren. Hierzu zählten insbesondere der Einsatz einer ECMO, ein Körpergewicht unter 2.500 Gramm, komplexe funktionell univentrikuläre Herzfehler sowie pathologische Kreatininwerte.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass standardisiert aufbereitete Routinedaten eine relevante Grundlage für die Identifikation klinischer Risikokonstellationen und die systematische Bewertung der Versorgungsqualität darstellen können. Die standardisierte Bereitstellung solcher Routinedaten gehört zu den zentralen Aufgaben der Datenintegrationszentren.
Zur Publikation
Quelle: MIRACUM