Genetische Daten enthalten viele Informationen über die Besonderheiten einer Person, z. B. auch über die Wahrscheinlichkeit, in der Zukunft bestimmte Krankheiten zu bekommen. Genetische Daten werden deswegen besonders sorgfältig geschützt. Es ist aber wichtig, zwischen ererbten und erworbenen genetischen Eigenschaften zu unterscheiden. Ererbte genetische Eigenschaften werden von den Eltern auf die Kinder vererbt und bestehen stabil seit dem Zeitpunkt der Geburt (streng genommen seit Entstehung des Embryos). Sie können nicht nur auf die Veranlagung für bestimmte Krankheiten hinweisen, noch bevor es sichtbare Anzeichen für diese Krankheiten gibt, sondern auch von Generation zu Generation weitergegeben werden. Daher erlauben derart ererbte bzw. vererbliche genetische Daten unter Umständen auch Rückschlüsse auf gleiche oder ähnliche Veranlagungen bei Blutsverwandten.

Demgegenüber sind die erworbenen genetischen Eigenschaften einer Person im Laufe des Lebens und nur in bestimmten Körperzellen dieser Person hinzugekommen. Mit wenigen Ausnahmen werden erworbene genetische Eigenschaften auch nicht an die Nachkommen einer Person vererbt. Daten oder Informationen über erworbene genetische Eigenschaften sind daher nicht so sensibel wie die über ererbte Eigenschaften. Erworbene genetische Eigenschaften sind beispielsweise für die Untersuchung und Behandlung von Krebserkrankungen sehr wichtig, denn sie stellen diejenigen Faktoren dar, die Krebs auslösen und den Verlauf einer Krebserkrankung beeinflussen können.

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