Es gibt unseres Wissens kaum Belege für konkrete Schädigungen oder Nachteile für Patientinnen und Patienten im Zuge der Nutzung ihrer genetischen Daten für die Forschung. Es gibt Berichte darüber, dass Daten von Patientinnen und Patienten „gehackt“ wurden oder z. B. auch im sogenannten Darknet illegal zum Verkauf angeboten werden. Dabei handelt es sich aber praktisch immer um Daten aus der normalen Krankenversorgung und nicht um Daten von Patientinnen und Patienten, die in der Forschung genutzt werden und daher auch nicht speziell um genetische Daten von Patientinnen und Patienten, die der Forschung zur Verfügung gestellt wurden. Aktuell liegen uns also keine Berichte über tatsächlich eingetretene Schäden für Patientinnen und Patienten vor, deren genetische Daten in der Forschung genutzt werden. Mit Blick auf die Zukunft und mögliche neuartige technische Entwicklungen, die auch neue missbräuchliche Verwendungen ermöglichen können, lassen sich zukünftige neue Risiken aber nicht ausschließen. Es sei in jedem Fall auch nochmals darauf hingewiesen, dass die Risiken auch nicht immer gleich sind, sondern prinzipiell anwachsen mit der Menge (siehe Frage 13) der genetischen Daten.